Rassiges Derby mit bitteren Ende
Oberösterreichischer Fußballverband, 1. Nordost KM, 25. Runde powered by

ASKÖ Mauthausen - U. Sport Mayr Ried 3 : 2 (2 : 2)
Tore für Ried: Maxim Bogdan, Moritz Aberl
ASKÖ-Sportplatz Mauthausen, Schiedsrichter: Fejziu Sylejman, Zuschauer: 455
Derby-Time am 5. Juni 2026 an der Bundesstraße in Mauthausen.
Die Lindtner-Elf aus Ried mit starkem Aufwärtstrend nimmt also im vorletzten Saisonmatch 2025/26 gegen die Donaumärkter mögliche drei Punkte ins Visier. Und siehe da, auf dem Sportplatz sind auch vier Spieler mit dabei, die noch vor einer Woche gesperrt bzw. verletzt waren. Mit Gerald Haider, David Andraschko, Maxim Bogdan und Felix Alexander Haider scheint das Team augenscheinlich wieder im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein.
Und die Begegnung braucht einige Spielminuten um neben harten Zweikämpfen auch torgefährlich zu werden. David Adraschko bekommt den Ball zum Abschuss an der Strafraumkante serviert, doch er haut den Ball weit über die Latte.
Und dieser Moment gehört dann auch den Riedern. Nach Diagonalpass von Patrick Werner auf Paul Buchner und dessen Flanke klärt die Szegletes-Elf vor die Füße von Maxim Bogdan. Diese Topchance vollendet der 24jährige Ukrainer, mit ungarischer Staatsbürgerschaft, zum 0:1 für die Sportunion Ried (19./).
Und die Rieder sind auch weiter spielbestimmend, mit richtig guten Torgelegenheiten.
Aber auch Mauthausen kommt nun endlich zu einer guten Möglichkeit durch Noah Jöbstl aus spitzen Winkel.
Jetzt überläuft Turbo-Geri fast die gesamte Mauthausner Mannschaft, nur sein letzter Pass findet keinen Abnehmer.
Nach guten Werner-Freistoß muss im nächsten Anlauf eigentlich das 0:2 für Ried fallen. Felix Alexander Haider stark über die linke Seite, doch weder Pührerfellner noch Werner bringen den Ball im Tor unter.
Ausgerechnet in dieser Drangphase der von diesem Mal in schwarz spielenden Rieder nimmt ein Doppelschlag der Szegletes-Elf aus Mauthausen binnen weniger Minuten die Wende in diesem jetzt flotten Derby. In Minute 35 haut der dienstälteste Stürmer auf dem Platz, Marius Bogdan (44), das Spielgerät nach Flanke von Martin Deinhofer zum 1:1-Augleich in den Kasten von Jonas Hoffmann. Und der Rieder Keeper ist nur wenige Minuten danach erneut chancenlos. Nach einem Traumkonter schießt Noah Jöbstl nach Doppelpass-Spiel mit dem Ex-Rieder Volga Akan zum 2:1 für den Gastgeber ein (37./).
Doch Ried bleibt an Torchancen dran. Und schlägt auch sportlich zurück. Nach einem Werner-Freistoß halblinks der Tribünenseite, a bissal Ping Pong und dem Strafraumgetümmel schaltet Moritz Aberl am schnellsten und trifft. Und mit dem 2:2-Ausgleich in Minute 45 geht es auch in die Mauthausener Katakomben.
Eine oder die spielentscheidende Szene in Minute 57. Und wieder ist ein Ex-Rieder beteiligt.Luketina verlängert auf Marius Bogdan und der macht das wieder echt spektakulär. Im Stile eines Vollblutstürmers versenkt er das Spielgerät per Seitfallzieher. Doch die Gäste aus Ried geben nicht auf. Das Spiel wird nun kosequent von beiden Teams weitergeführt. Der Platzsprecher hat nun etwas unsportliches zu vermelden. Die Essensausgabe hat den Rollladen heruntergelassen. Doch es gibt auf anderer Ebene Entwarnung. Bier und Wein ist noch ausreichend vorhanden und den Vorschriften gemäß gekühlt. Und auch die Fußballsprache mit ihrem gesamten Inhalt verfällt immer mehr dem Dialekt. Dem der Spielleiter nun nicht mehr folgen kann. So bleibt der Schlusspfiff den Akteuren Daniel Pührerfellner (Ried/Foulspiel),
Volga Akan (Mauthausen/Ball sperren) und Marius Bogdan (Kritik auf deutsch/Wiederholung auf rumänisch) vorenthalten. Und die Rieder Drangperiode auf den Ausgleich nimmt jetzt krasse Formen an. Immer wieder fliegt der Ball in den Mauthausen-Strafraum, doch Keeper Jessenitschnig hält, auch manchmal im Nachfassen, seinen Kasten sauber.
Zudem bleiben die Schüsse aus der zweiten Reihe von Gerald Haider, Valentin Hager, Moritz Aberl und David Andraschko knapp neben dem Tor. Mit drei roten Karten bringt der Schiedsrichter schließlich ein rassiges Derby zu Ende, dass keine davon rechtfertigt. Nach 10 x Gelb, einer emotionalen Schlussphase und einer 7-minütigen Nachspielzeit ist Schluss auf dem Sportgelände Mauthausen. Der ASKÖ Mauthausen gewinnt gegen die U. Sport Mayr Ried in einem unterhaltsamen Match mit 3:2.
Anmerkung: Der letzte Mauthausen-Heimsieg gegen Ried war am 18. August 2017. Damals gewannen die Donaumärkter mit 2:0. Dabei waren, wie auch an diesem Spieltag im Jahr 2026, Lukas Triebert und Daniel Pührerfellner.
BURSCHEN, DIESE NIEDERLAGE IST KEIN NIEDERGANG.
IHR HABT SUPER GEKÄMPFT.
WIR WERDEN IM NÄCHSTEN SPIEL WIEDER ZURÜCKKOMMEN.
AUF UND NEBEN DEM PLATZ.
UND NACH DEM SPIEL ÜBER UNS STOLZ SEIN...
Wir Sind Der Ried (für die Älteren unter uns: "Wir Sind Die Rieder")